Dornröschen und Co.

Sonntag, den 25. Juni 2017 sollten Sie schon dick im Kalender ankreuzen. Denn dann steigt im  LVR-Freilichtmuseum Lindlar wieder das beliebte Märchenfestival. Zwischen 11 und 18 Uhr Zwei feine Fräuleinpräsentiert das Wuppertaler Taltontheater über 30 Märchenfiguren in der historischen Kulisse des Museums: Hänsel und Gretel und die Hexe, Dornröschen, Aschenputtel, die Prinzessin auf der Erbse und viele mehr warten dort auf die Besucher. Die Schauspieler des Taltontheaters schlüpfen in die Rolle der Vorleser, Erzähler und Darsteller und nehmen Märchenfreunde aller Altersklassen mit auf eine sagenhafte Reise ins Reich der Geschichten und Abenteuer.

So war es anno dazumal

Und weil im Märchenland auch der Schmiedehammer geschwungen, das Feld bestellt und das Brot gebacken werden muss, erfahren große und kleine Besucher bei zahlreichen Vorführungen auf dem weitläufigen Museumsgelände, wie es in Handwerk, Haus- und Landwirtschaft zuging zur Zeit von ‘es war einmal…’. Für das leibliche Wohl bietet die Museumsgaststätte Naumanns im Lingenbacher Hof kalte und warme Speisen sowie Getränke an mehreren Ständen im Museumsgelände an. Am historischen Kiosk aus Wermelskirchen gibt es neben allerlei Süßigkeiten und Spielzeug wieder vegetarische Köstlichkeiten.

Bergische Landwirtschaft im 19. Jahrhundert

Außenansichten im Freilichtmuseum LindlarDas LVR-Freilichtmuseum Lindlar bietet aber nicht nur am 25. Juni, sondern das ganze Jahr über spannende Einblicke in die Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht die bergische Landschaft, wie sie im 19. Jahrhundert ausgesehen hat. Auf 25 Hektar wird das Gelände nach historischem Vorbild bewirtschaftet. Um den Besuchern einen realistischen Eindruck des Lebens im Bergischen zu vermitteln wurden Höfe, Wohnhäuser und Werkstätten aus der gesamten Region an ihren ursprünglichen Standorten ab- und in Lindlar wieder aufgebaut.

Seiler, Bäcker, Bauer, Schmied

Die Besucher erleben hier, wie die Felder anno dazumal bewirtschaftet wurden. Von Hand, mit Pferdegespann, historischen Traktoren und alten Geräten bestellen die Landwirte auch heute noch die Flächen. Handwerker, wie Seiler, Bäcker, Sattler oder Schmied stellen ihre traditionellen Techniken vor. Die Hauswirtschafterin zeigt, was es bedeutet ohne elektrische Geräte zu kochen, zu backen oder zu heizen und stellt leckere typisch bergische Speisen her. Daneben erfahren die Besucher Wissenswertes zur Geschichte der Häuser.

Spannende Indoor-Ausstellung

Auch an Regentagen lohnt sich ein Besuch des LVR-Freilichtmuseums Lindlar, denn in verschiedenen Museumsgebäuden gibt es jede Menge Interessantes zu entdecken.
Weiter zur Übersicht der Dauerausstellungen. Die Besucher werden staunen, was sich alles aus Stroh herstellen lässt, sie erleben, was es hieß im ländlichen Haushalt ohne Wasser auszukommen. Warum nicht mal den vertraulichen Gesprächen in der Schlafkammer lauschen und erfahren, welche  Sorgen und Nöte die Bewohner des Hauses aus Windeck-Hoppengarten damals hatten? Das Pferd in der Boxund vieles mehr erwartet die Besucher in der Innenausstellung des Freilichtmuseums.

Hinkommen

Über die A59 circa 45 Minuten Fahrt. Am Märchenfestival sind der Nordparkplatz und der dortige Museumseingang sind geöffnet. Zusätzliche Parkplätze sind im Ortszentrum Lindlar vorhanden. Vom Busbahnhof Lindlar verkehrt ein kostenloser Pendelbus zum Museumsgelände.

Öffnungszeiten

1. März bis 31. Oktober: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
1. November bis 28. Februar: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr
Montags geschlossen

Eintrittspreise

Erwachsene: 10 Euro pro Person
Kinder: frei

Weitere Informationen unter www.freilichtmuseum-lindlar.lvr.de.

Fotos 2 und 3: Stefan Arendt/LVR-Zentrum für Medien und Bildung

 

 


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